Ehrenamt würdigen und stärken

Die Würdigung und Stärkung des Ehrenamtes steht gerade wieder im Fokus - im Fokus des Wahlkampfes. Alle haben es auf der Agenda, doch niemand äußert konkret, wie es umgesetzt werden soll. Zeit also, sich Gedanken zu machen.

Thomas Wenzel (FFZ) hatte vor einiger Zeit angeregt, eine Ehrenordnung zu beschließen. Eine Idee, die auf viel Zustimmung stößt. Entsprechend wurde den Stadträtinnen und Stadträten die Ehrenordnung der Stadt Jever ausgehändigt, um ein gutes Muster für eine eigene Ordnung zu haben. Die Jeveraner Ehrenordnung ist wirklich gut, was mich dazu trieb, mich an ihr zu orientieren und für die Stadt Zerbst/Anhalt eine analoge zu entwerfen. Über die Verwaltung habe ich diese den Stadtratsfraktionen als Diskussionspapier übermitteln lassen.

Um ein ganz deutliches Signal zu setzen, enthält mein Entwurf die Idee, einen Ehrenpreis des Stadtrates der Stadt Zerbst/Anhalt auszuloben. Dies wäre einerseits ein gravierender Unterschied zur Musterordnung und gleichzeitig eine echte Würdigung des Ehrenamtes bzw. ehrenamtlicher Arbeit.

Voraussetzung ist aber, dass dem Stadtrat diese Idee mehrheitlich gefällt, denn sie bedeutet zugleich, dass jeder Stadtrat sowie der Bürgermeister monatlich EUR 3,00 (2%) von der Aufwandentschädigung in einen Ehrenamtsfonds spendet. Damit wird dann wirklich deutlich, wie wichtig den Stadträten eine Ehrenamtsförderung ist, wenn es dabei plötzlich ums Teilen der eigenen Ehrenamtspauschale geht. Damit wäre es jedoch möglich, jährlich bis zu 3 Preisträger für ihre Arbeit im Sinne des Allgemeinwohls auf besondere Weise zu honorieren.

Doch zunächst ist es nur ein Diskussionspapier und es bleibt spannend, wie der (neue) Stadtrat, der darüber zu befinden und entscheiden hat, diesbezüglich denkt - ob also "vor der Wahl" auch noch "nach der Wahl" ist und damit die Würdigung des Ehrenamtes und ehrenamtlicher Arbeit weiterhin im Vordergrund steht.

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